Sie sind hier: » Herzlich Willkommen » Bernhard und Pea » Bernhard » Radtour Afrika » Kapitel 7
Kapitel 7: Portugal
Wir übernachteten in einem Kloster, kamen über die 4000 km Marke, es pisste ohne Ende. Wir kamen aber doch noch an die portugiesische Grenze, nämlich nach Tui. Dort hatten wir die schönste Refugie. Abends gingen wir noch einen saufen, mit dem Spanier, der als Refugienaufseher sein soziales Jahr leistete, und versuchten, noch ein wenig Portugiesisch zu lernen.
Tags drauf ging’s nun endlich nach Portugal. Wir endeten auf dem CP in Braga, einer echt schönen Stadt und wohl auch sehr reichen dazu. Diesmal hatte Jens schwere Magenprobleme und war am Rennen. So blieben wir noch eine Nacht länger in Braga, was ich sehr genoss, denn ich war schwer beeindruckt und verbrachte den Tag mit Kaffee trinken, Zeitung lesen, natürlich Rauchen und die Leute beobachten.
Am 29.07.00 sind wir weiter gefahren nach Porto. Auch eine super Stadt. Da haben wir uns dann bei Hitze zwei Sandeman Sherry eingefahren und sind besoffen weiter zum nächsten Campingplatz.
Mit vielen Espressos ging’s so immer weiter die nächsten Tage. Wir fuhren durch Mira, Coimbra, was wir nicht ganz so toll fanden, wie viele immer meinten. Wir schauten uns eine tolle Burg in Tomar an und trafen in St. Nazaire die Erasmus Studenten wieder aus Santiago. Zusammen haben wir super lecker gekocht und lange geplauscht. Super geil.
Auf dem Weg nach Sintra bin ich auf meine Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h gekommen. Eine verrückte Straße. Das musste aber mal erwähnt werden. Ja, Sintra war super. Also, wer mal in Lissabon ist, der muss auf jeden Fall nach Sintra fahren. Dort gibt es einmal die neue Märchenburg und die alte, die nur noch aus Trümmern besteht. Wahnsinn. Dazu eine der schönsten Waldgebiete Europas. Die Photos dürften auch wieder eine ganze Menge aussagen.
Ja, es ging nach Lissabon und der Plan war, den CP aufzusuchen und dort zwei Nächte zu übernachten. Na, so kam das natürlich nicht. Wir trafen Bernd, auch ein Deutscher, den wir schon in Coimbra kennen lernten. Mit ihm zusammen nahmen wir abends die Fähre auf die andere Seite und suchten dort nach einem CP. Na ja, und so kam es, da der CP so weit von Lissabon weg war, dass wir gleich weiter gefahren sind. Es ging weiter in Richtung Evora, wo Carol, die Dame, die mit dem Pferd nach Santiago geritten war, wohnt. Auf dem Weg dorthin, lernten wir ein paar richtig nette Jungs kennen an einer Tankstelle. Sie luden uns ein zum Bier. Nachher zeigte uns Tino, so hieß er, sein Weinfeld und lud uns ein, auf seinem Bauernhof zu nächtigen. Abends sind wir dann noch losgedüst, um was zu trinken.
Tags drauf ging’s zu Carol auf eine einsame Farm ohne Nachbarn meilenweit. Ahhhh, ein Traum. Dort blieben wir glaube ich drei Nächte und chillten. Jens ritt mit einem Pferd aus und ich las begeistert in meinem Buch.
Weiter ging’s an die Algarve. Jetzt wurde es warm. Wir schwitzten wie Stier und waren froh, wenn wir eine Tanke mit Klimaanlage fanden. Die Westküste der Algarve war einfach super. Wieder wunderschöne Klippen mit einem wundervollen Meer. Jens und ich haben die Aussicht echt genossen. Wir zelteten genau am Meer.
Na ja, und dann sollte es zur Südküste gehen. Ein wahrer Alptraum. Es wimmelte nur so von Touris und die Städte wie Faro waren auch nicht gerade der Brüller. Also, versuchten wir so schnell wie möglich diesen Abschnitt hinter uns zu lassen.