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Kapitel 3: Frankreich
Nen Tag später fanden wir eine der schönsten Zeltplätze der Welt ( aber nicht weiter erzählen !! ). Gleich hinter Calais, wo der Eurotunnel verschwindet, erheben sich mächtige Klippen vor dem Meer. Dort oben sind massenweise noch die alten Bunker und Gräben aus dem zweiten Weltkrieg. Ein wahres Spielparadies. Und eine Aussicht auf England, einfach der pure Wahnsinn. Na, das konnten wir uns nicht entgehen lassen und wir nächtigten in einem dieser Bunker. Als morgens der Polizeihubschrauber über uns flog, waren wir ziemlich fix weg.
Drei Tage später waren wir in Rouen, einer echt geilen Stadt. Das Wetter war allerdings fast die ganze Zeit scheiße und unsere Laune war auch dementsprechend. Aber von Rouen war ich schwer begeistert. Jens war mittlerweile auch ein Caffee, Expresso und Milchkaffee Trinker geworden. Nein, mehr eigentlich ein Junkie, ohne Kaffee ging bei uns nicht viel.
Day 21, 26.06.00, Montag: Wir erreichten Le Mont Saint Michelle. Hmmm, was kann ich dazu noch sagen? Schaut Euch die Bilder an und dann wisst ihr schon ne ganze Menge. Es war super. Wir ließen dann die Normandie und Bretagne hinter uns, hatte auch schon über 2000 km zusammen und kamen zur französischen Atlantikküste, immer auf dem Weg gen Süden.
Day 27, 02.07.00,: Langsam ging’s los, viel Kaffee, Räder geputzt, gefrühstückt und erst um 1 Uhr auf der Piste gewesen. Gleich wieder diese geilen Fahrradwege durch den Wald am Strand genommen. In Hourtin-Plage mit dem allerletzten Geld eingekauft und den Surfern beim Wellenreiten zugeschaut. Ich weiß, was ich nächsten Sommer machen werde. Weiter fuhren wir einsam durch den Wald. Ein Weg, der nicht breiter als 30 cm war und wohl mehr zum Biking geeignet war als für uns mit dem ganzen Gepäck. Die armen Räder. Dann durch ein schönes Wohn-Wald-Gebiet gefahren und an den Lac d’Hourtin Carcans gekommen. Netter See, viele Touris. Dann den Weg nach Lacanau genommen und gleich einen wunderschönen Platz gefunden. Uneben, aber dafür mit Aussicht auf den See und den riesigen Wald. In dieser Nacht sollte Frankreich Fußball Europameister werden, was wir auch im Wald nicht überhören sollten. 20.44 Uhr, 70,43 km gefahren, Schnitt 17,07 km/h, und 44,2 max.
Wir fuhren also immer weiter mit dem Radio hinten auf dem Fahrrad duch den Wald. Ab und zu gingen wir schwimmen. Das ging dann so, das der eine Kaffee machte und las oder Tagebuch schrieb und der andere ins Wasser sprang. Geil, ach war das schön und das Wetter war jetzt auch endlich annehmbar. Dann kamen wir zur größten Wanderdüne Europas. Ach, war die geil. Da der CP aber so teuer war, entschlossen wir uns, uns selbst einzuladen zu einer kostenlosen Übernachtung, die echt spitze war. Morgens beim Abbauen fing es dann tierisch an zu regen. Jens stellte erst mal sein Rad unter und ich musste zusehen, wie ich das Zelt auf mein Rad bekam im wunderschönen Regen. Ach, war das Scheiße.
Auf dem Weg haben wir drei Engländer kennen gelernt, die auch mit dem Rad unterwegs waren und sich Frankreich und die Pyrenäen ansehen wollten. Wir stellten uns zusammen unter wegen des Regens und fingen an zu labern. Danach aßen wir noch zusammen an ner Imbissbude und das sollte auch noch lange nicht das letzte Mal sein, dass wir sie trafen. Sie erzählten uns nämlich von Pamplona und dass da gerade die Stierkämpfe seien. Da wir so oder so über Pamplona mussten, waren wir schon sehr gespannt.
Na ja, schließlich schauten wir uns Biarritz an, was ich super geil fand. Aber der nächste Tag sollte es in sich haben. Schließlich ging es darum, von Frankreich durch die Pyrenäen zu kommen und das an einem Tag, da wir auf jeden Fall vor den Engländern und zu Beginn der Stierkämpfe dort sein wollten. ( dumme Idee ).